Das Geheimnis der Manipulation

Wenn Du magst, erzähle ich Dir ein Geheimnis. Nun kein wirkliches Geheimnis, denn sehr viele Menschen kennen es schon und wenden es erfolgreich an. Das Geheimnis einen Menschen permanent zu manipulieren.

Unbrauchbare Hypnose

Du denkst jetzt vielleicht sofort an die Taschenspielertricks, wie die des Herrn Kupferfeld, bei denen der Probant oder eher das Opfer in der Hypnose herzhaft in eine Zwiebel biss und lauthals über den leckeren Geschmack der Frucht berichtete.

Die Echtheit der Probanten mal beiseite geschoben, hat die Hypnose einen entscheidenden Nachteil, dass der Hypnotiseur den Probanten lenkt und mehr oder minder wie einen Zombie steuern muss. Zudem wechselt der Hypnotisierte auch immer in eine andere Situation, die sich durch einen äusseren Reiz aufzulösen droht. Der Hypnotant wacht relativ leicht wieder aus dieser Rolle auf. Manipulation bedeutet aber, dass man den Dressierten langfristig in seiner Rolle verwickelt und er womöglich gar nicht auf die Idee kommt, Du hättest ihn beeinflusst.

Angebliche Selbstfindung im Unwichtigen

Menschen handeln immer unterschiedlich und kein Mensch gleicht dem anderen. Und alle Menschen haben die unterschiedlichsten Aspekte in sich.

Normal kennen und erkennen wir diese Eigenschaften nicht alle, denn sie sind oft hinter Schranken verborgen. Schranken, die manche Charakteristik als unwichtig erachten lassen und ihr kaum Aufmerksam und damit Gewicht verleihen. Und das ist auch gut so, denn so bleiben wir uns selbst treu und werden nicht zum Blatt im Wind. Wir beschäftigen uns schlicht nicht mit jedem unserer Aspekte.

Aber was passierte, wenn wir in einem Menschen einen jener leisen Stimmen ansprechen? Wir müssten den Menschen einfach nur nach diesen Aspekten fragen. Was passierte, wenn wir also einem Teil im Mensch selbst mehr Geltung verschaffen als er eigentlich hätte? Was würde passieren, wenn wir den Menschen dazu brächten diesem eigentlich so unwichtigen Aspekt seiner Selbst so viel Aufmerksamkeit zu widmen, dass er einen sehr grossen Teil seiner Selbstwahrnehmung einnehmen würde?

Der Mensch würde sich selbst anders erkenne, diesem Aspekt einen viel grösseren Stellenwert in seiner Selbstwahrnehmung, seinem Selbstbewusstsein einräumen. Er würde sein Verhalten dementsprechend ändern und vielleicht sogar seine Präferenzen. Er wäre manipuliert worden, ohne dass er diesen Eingriff von aussen als einen solchen verstehen würde. Es wäre scheinbar seine eigene Entscheidung sich so zu verhalten und sich so zu entdecken. Er hätte sich vermeintlich selbst gefunden.

Für Dritte stünden wir auch neutral da, denn wir hätten den Menschen ja niemals zu etwas gezwungen, sondern nur vorhandenes in ihm anklingen lassen. Wir hätten ihn nicht direkt manipuliert, sonderm ihm sogar geholfen sich selbst zu entdecken.

Missbrauchtes Vertrauen

Damit wir das tun könnten, bräuchten wir nur noch eine soziale Anerkennung als Helfer in der Not und entsprechende Menschen, die uns vertrauten.

Leicht fiele uns das ganze bei Menschen, die sich in einer schwierigen Lage befänden, durch die sie an sich selbst zweifelten.

Denk das Beispiel einfach mal durch… Du findest bestimmt Personen, die so etwas tun könnten und vielleicht sogar manipulierte Menschen, die da meinen sie hätten sich selbst entdeckt.

 

 

 

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