Freie Wahl des Geschlechts – Richtung Sklaverei?

Sklavenketten

Wir befinden uns weiter auf unserer Reise des Perspektivenwechsels durch die Welt. Mit Perspektiven, die den meisten nicht geläufig sind und oft auch nicht mal zugänglich.

Vor drei Monaten verliess unser Zug den Bahnhof Familie und wir sahen, mit welcher Vehemenz und mit welcher Absicht diese Institution unserer Gesellschaft zerstört werden soll. Monate davor hielten wir in Rassenhausen kommend aus Frankfurt, der Wiege des Kulturmarxismus. Unsere nächste Station wird noch unangehmer, denn wir sprechen über die Macht über den Menschen. Wir werden politisch.

Von Macht sprechen wir, wenn es um die Möglichkeit eines einzelnen, einer Gruppe oder auch einer Organisation über Personen zu bestimmen geht. Das meint die Fähigkeit diese Personen zu Handlungen auch gegen ihren Willen zu bewegen. Dazu braucht es noch nicht mal Gewalt.

Die Sicht eines Menschen auf sich selbst hängt mit Sicherheit immer davon ab, als was sich der Mensch selbst definiert, als was er sich versteht, wie er sich selbst erklärt. Und wir wissen, dass diese Eigensicht sehr wohl beeinflusst werden kann.

Davon unabhängig ist allerdings, wie die Aussenwelt ihn sieht oder vielmehr sehen muss. Wenn ich mich zum Beispiel als Hase identifiziere, hat dies keinerlei Einfluss auf die Umwelt. Vielleicht toleriert man diese Spinnerei, aber de facto darf ich in relevanten Dokumenten nie Hase vor meinen Familiennamen schreiben. Im Extremfall, Streitfall dürfen wir im Umgang mit anderen, im Parteienverkehr nur die Bezeichnung verwenden, die uns durch den sogenannten Staat zugestanden wird. Somit erlangt der Staat als vermittelnde Stelle eine starke Machtposition über den Menschen, denn er muss sich als das bezeichnen lassen, als das ihn der Staat anerkennt.

Früher begründete der Staat mit seinen Institutionen seine Entscheidung schlicht mit der Natur. Man ging davon aus, dass ein Mensch, der bei Geburt aussieht wie ein späterer Mann eben kurz nach der Geburt aussieht, genau so ein Mann sei. Dies erschien logisch und war für viele begreifbar. Da gab es wenig zu interpretieren, umzudeuten oder zu erklären. Beide, sowohl Individuum wie auch die Organisation Staat beriefen sich somit auf eine dritte, nicht zu beeinflussene Instanz: die Natur.

In wenigen Einzelfällen, denjenigen Intersexuellen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen funktionierte diese Unterscheidung nicht. Jedoch spielten diese speziellen Fälle aufgrund ihrer Seltenheit kaum eine Rolle für die Gültigkeit dieser Logik.

Der Staat, die Organisation hatte damit wenig Einfluss auf das Geschlecht und damit war seine Macht über das offizielle Geschlecht eines Menschen sehr beschränkt.

Anders stellt sich die Lage dar, wenn die Natur ausgeschlossen wird und Staat und Mensch ohne sie jene die Identität festlegen. Der Mensch mag dabei das Gefühl haben, er würde bestimmen können, als was er sich anerkennen lassen wolle. Tatsächlich aber gibt er dem Staat nur einen Anhaltspunkt, welche Personalie er über den Menschen annehmen und damit bestimmen kann. Entscheidend ist, was der Staat mit seinen Organen dann daraus macht, zu was für einer Person er den Menschen zuordnet.

 

Damit erlangt der Staat mehr Macht als er bislang hatte. Der Mensch konnte sich bisher auf die Natur berufen und war diesbezüglich vom Staat unabhängig, der Staat diesbezüglich machtlos. Jetzt allerdings kann sich der Mensch, sobald er sich unter die Obhut des Staates und seiner Entscheidung begibt, nicht mehr auf eine dritte Instanz, die Natur berufen, sondern ist vollkommen abhängig von der Auslegung des Staates.

Damit erlangt der Staat vollkommene Definitionsgewalt über die Identität des Menschen in der Allgemeinheit und damit vollkommene Macht, denn der Mensch unterstellt sich der Befugnis des Staates, welcher natürlich ein Eigeninteresse hat.

Und wer sagt uns, dass der Staat diese Macht eigentlich immer in unserem Sinne auslegt?

 

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